Optimales Gewicht nach Alter
Der günstigste BMI steigt mit dem Alter leicht an: Nach den altersangepassten Spannen des US National Research Council liegt er mit 19–24 Jahren bei 19–24, mit 45–54 Jahren bei 22–27 und ab 65 Jahren bei 24–29. Für 170 cm bedeutet das z. B. 58–72 kg mit 30 und 69–84 kg mit 70 Jahren.
- 19–24 Jahre
- BMI 19–24
- 25–34 Jahre
- BMI 20–25
- 35–44 Jahre
- BMI 21–26
- 45–54 Jahre
- BMI 22–27
- 55–64 Jahre
- BMI 23–28
- ab 65 Jahre
- BMI 24–29
- Unabhängig vom Alter (WHO)
- Normalgewicht BMI 18,5–24,9
Tabelle: optimales Gewicht nach Alter und Größe
Die Tabelle wendet die altersangepassten BMI-Spannen auf gängige Körpergrößen an. Für Frauen und Männer gelten dieselben BMI-Spannen; die Werte sind auf ganze kg gerundet.
| Alter | BMI | 160 cm | 165 cm | 170 cm | 175 cm | 180 cm | 185 cm |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 19–24 Jahre | 19–24 | 49–61 kg | 52–65 kg | 55–69 kg | 58–74 kg | 62–78 kg | 65–82 kg |
| 25–34 Jahre | 20–25 | 51–64 kg | 54–68 kg | 58–72 kg | 61–77 kg | 65–81 kg | 68–86 kg |
| 35–44 Jahre | 21–26 | 54–67 kg | 57–71 kg | 61–75 kg | 64–80 kg | 68–84 kg | 72–89 kg |
| 45–54 Jahre | 22–27 | 56–69 kg | 60–74 kg | 64–78 kg | 67–83 kg | 71–87 kg | 75–92 kg |
| 55–64 Jahre | 23–28 | 59–72 kg | 63–76 kg | 66–81 kg | 70–86 kg | 75–91 kg | 79–96 kg |
| 65+ Jahre | 24–29 | 61–74 kg | 65–79 kg | 69–84 kg | 74–89 kg | 78–94 kg | 82–99 kg |
Warum das Optimum im Alter steigt
Große Bevölkerungsstudien zeigen, dass die Sterblichkeit bei älteren Menschen am niedrigsten ist, wenn der BMI eher bei 24–28 als bei 20–22 liegt. Gründe dafür:
- Reserven: Bei Krankheit, Operation oder Krankenhausaufenthalt verliert man schnell 3–5 kg; wer schlank startet, rutscht leichter in die Mangelernährung.
- Knochen: Etwas mehr Körpergewicht belastet die Knochen und ist mit weniger Osteoporose und Hüftfrakturen verbunden; Fettpolster dämpfen Stürze.
- Muskelschwund: Ab etwa 50 Jahren gehen jährlich rund 1–2 % Muskelmasse verloren (Sarkopenie). Der BMI unterschätzt dann den Fettanteil, ein niedriger Wert kann Muskelmangel bedeuten.
- Körpergröße: Durch flachere Bandscheiben schrumpft man ab etwa 40 Jahren um mehrere Zentimeter, was den BMI rechnerisch erhöht.
Untergrenzen im Alter
Für ältere Menschen ist Untergewicht oft gefährlicher als leichtes Übergewicht. Die internationalen GLIM-Kriterien für Mangelernährung (ESPEN) setzen die BMI-Grenze unter 70 Jahren bei 20, ab 70 Jahren bei 22. Ein ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 5 % in 6 Monaten ist in jedem Alter ein Warnsignal.
Umgekehrt bleibt Bauchfett auch im Alter ungünstig: Ein Taillenumfang ab 88 cm (Frauen) bzw. 102 cm (Männer) deutet auf ein deutlich erhöhtes Risiko hin, unabhängig vom BMI.
Vergleich: tatsächliches Durchschnittsgewicht nach Alter
In Deutschland steigt das durchschnittliche Gewicht laut Mikrozensus 2025 bei Männern von 76,7 kg (18–19 Jahre) auf knapp 90 kg (45–60 Jahre), bei Frauen von 61,6 kg auf rund 72 kg (50–60 Jahre). Ausführliche Tabellen: Durchschnittsgewicht.
Den persönlichen Zielbereich berechnet der Idealgewicht-Rechner, die Größen-Tabellen gibt es getrennt für Frauen und Männer. Bei Fragen zum eigenen Gewicht ärztlich abklären lassen.
Häufige Fragen
Was ist das optimale Gewicht mit 50 Jahren?
Nach den NRC-Spannen ein BMI von 22–27; bei 170 cm entspricht das etwa 64–78 kg, bei 180 cm 71–87 kg.
Wie viel sollte man mit 60 wiegen?
Ein BMI von etwa 23–28 gilt als günstig, bei 165 cm also rund 63–76 kg.
Darf man im Alter mehr wiegen?
Ja, leicht: Ab 65 Jahren gilt ein BMI von 24–29 als günstig, weil Reserven vor Mangelernährung und Knochenbrüchen schützen.
Ab wann ist man im Alter untergewichtig?
Nach den GLIM-Kriterien bei einem BMI unter 20 (unter 70 Jahren) bzw. unter 22 (ab 70 Jahren).
Quellen
- National Research Council (Diet and Health, 1989)
- WHO BMI-Klassifikation
- GLIM-Kriterien (ESPEN)
- Voedingscentrum