Reh Gewicht
Ein ausgewachsenes Reh wiegt lebend 15 bis 30 kg: Rehböcke meist 20–30 kg, Ricken 15–25 kg. Aufgebrochen bringt ein typischer Bock in Deutschland etwa 15–20 kg auf die Waage, ein Kitz wiegt bei der Geburt nur 1–2 kg.
- Rehbock, lebend
- 20–30 kg
- Ricke, lebend
- 15–25 kg
- Bock, aufgebrochen
- ca. 15–20 kg
- Kitz bei Geburt
- 1–2 kg
- Schulterhöhe
- 60–80 cm
- Gehörn (Bock)
- meist 200–400 g
Reh Gewicht nach Alter und Geschlecht
Das Reh ist die kleinste und häufigste Hirschart Mitteleuropas. Das Gewicht hängt vom Lebensraum ab: Feldrehe in nährstoffreichen Agrarlandschaften sind oft schwerer als Waldrehe auf kargen Böden. Jagdlich wird fast immer das aufgebrochene Gewicht (ohne Innereien, mit Haupt) notiert; es beträgt rund 75–80 % des Lebendgewichts.
| Stadium | Lebendgewicht | Aufgebrochen (ca.) |
|---|---|---|
| Kitz, Geburt (Mai–Juni) | 1–2 kg | – |
| Kitz, Herbst | 10–15 kg | 8–12 kg |
| Schmalreh / Jährling (2. Jahr) | 14–20 kg | 11–16 kg |
| Ricke, erwachsen | 15–25 kg | 12–19 kg |
| Rehbock, erwachsen | 20–30 kg | 15–23 kg |
Das Rehkitz
Ricken setzen im Mai oder Juni meist ein bis zwei Kitze, die nur 1–2 kg wiegen. In den ersten Wochen liegen sie regungslos im hohen Gras und werden nur zum Säugen aufgesucht – ein Schutz vor Fressfeinden, der bei der Wiesenmahd zum Verhängnis werden kann. Landwirte und Jäger suchen Wiesen deshalb vor dem Mähen mit Drohnen und Wärmebildkameras ab. Bis zum Herbst wiegt ein Kitz bereits 10–15 kg.
Gehörn und Jagdstrecke
Rehböcke tragen ein kleines Geweih, das in der Jägersprache „Gehörn“ heißt. Es wird im Herbst abgeworfen und bis zum Frühjahr neu gebildet; meist wiegt es mit Schädel 200–400 g. In Deutschland umfasst die Rehwildstrecke laut DJV jährlich über eine Million Tiere (2024/25: rund 1,27 Millionen einschließlich Fallwild) – Rehwild ist damit die mit Abstand häufigste Schalenwildart auf der Strecke. Gut 200.000 davon sind Fallwild, überwiegend Opfer des Straßenverkehrs.
Ricke und Bock unterscheiden
Im Sommer tragen Rehe ein rotbraunes, im Winter ein graubraunes Fell. Ricken haben im Winter einen hellen, herzförmigen Spiegel mit einem Haarbüschel (Schürze), Böcke einen nierenförmigen. Böcke sind meist etwas kräftiger gebaut und schwerer.
Reh im Vergleich
Ein Rehbock von 25 kg ist etwa so schwer wie ein mittelgroßer Hund und wiegt nur ein Sechstel eines Rothirschs. Ein Fuchs bringt mit 5–8 kg ein Viertel davon auf die Waage, ein Wildschwein das Zwei- bis Fünffache.
Umrechnung: 22 kg
| Einheit | Wert |
|---|---|
| g | 22.000 |
| kg | 22 |
| lb | 48,5017 |
| oz | 776,027 |
| st | 3,46441 |
Zum Vergleich
| Objekt | Gewicht | Verhältnis |
|---|---|---|
| Durchschnittsgewicht | 78,5 kg | 1 Durchschnittsgewicht ≈ 3,6 × Reh |
| Waschmaschine | 72 kg | 1 Waschmaschine ≈ 3,3 × Reh |
| Labrador | 30 kg | 1 Labrador ≈ 1,4 × Reh |
| Katze | 4,2 kg | 1 Reh ≈ 5,2 × Katze |
| Neugeborenes | 3,4 kg | 1 Reh ≈ 6,5 × Neugeborenes |
| 1 Liter Wasser | 998 g | 1 Reh ≈ 22 × 1 Liter Wasser |
Häufige Fragen
Wie schwer ist ein Reh?
Ein erwachsenes Reh wiegt lebend 15–30 kg; Böcke liegen meist bei 20–30 kg, Ricken bei 15–25 kg.
Wie schwer ist ein Rehkitz?
Ein neugeborenes Rehkitz wiegt 1–2 kg, im Herbst bereits 10–15 kg.
Wie viel wiegt ein Rehbock aufgebrochen?
Ein erwachsener Rehbock wiegt in Deutschland aufgebrochen meist 15–20 kg, starke Feldböcke etwas mehr.
Wie viel Fleisch hat ein Reh?
Ein Reh mit 16 kg aufgebrochen liefert grob 8–10 kg verwertbares Wildbret, abhängig von Zerwirkung und Schussverletzungen.
Quellen
- Deutscher Jagdverband (DJV)
- Deutsche Wildtier Stiftung
- Zoogdiervereniging